Unsere Barbara-Kapelle

den Sieben Schmerzen Mariä geweiht

Die St.Barbara Kapelle

Die Geschichte der Kapelle

Im Jahre 1859 überließ die Gemeinde Havert den Geschwistern Lemmens ein Terrain von 5 Ruthen, 90 Fuß aus dem Gemeindeeigentum zum Aufbau einer Kapelle in Schalbruch. Der Preis für das Grundstück betrug 5 Taler 15 Groschen.
Die Beschaffung der Ziegelsteine war Sache der Dorfgemeinschaft des Oberdorfes, die in selbsterstellten Steinöfen die notwendigen Ziegelsteine aus heimischer Tonerde buk.

Das neue Schalbrucher Gotteshaus wurde den „Sieben Schmerzen Mariä“ geweiht.

Für die Innenausstattung stellte die Pfarrkirche zu Havert einen Rokokoaltar mit dem Gemälde der hl. Barbara zur Verfügung. Der Altar war nach dem Neubau der Pfarrkirche St. Gertrud überflüssig geworden. Das Gemälde zeigt auf sturmbewegter See ein Schiff, und unter dem Bild befindet sich eine Inschrift: "Barbara Diva illos Conforta In Morte Clientes-Me Posovit Joes. Edmundus de Sirijau Anno 1763". Auf dem Antependium (Verkleidung) des Altares befindet sich ein Zyklus von Ölgemälden auf Holz, die sieben Schmerzen Mariä darstellend.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Elfi Schiepers zur Verfügung gestellt.

Vorerst wurde in der Kapelle keine regelmäßige Messe gefeiert, obwohl der Schalbrucher Kapellenverein darauf drängte.
Den Gottesdient versorgten später Paters aus dem Kloster Lilbos. Erst ab dem Jahre 1906 gewährte der Kirchvorstand von Havert eine Zulage von 1 Mark aus den Revenuen (Einkünften) der Kapelle zu dem aus dem Messstiendium stammenden Betrag von 2,50 Mark für die von auswärts (Lilbos) kommenden Geistlichen.
Von der bewilligte Zulage sollten 0,50 Mark dem Zelebranten und 0,50 Mark dem Küster für den Kaffee, den er dem Zelebranten stellte, zukommen.
Für die Schulkinder von Schalbruch, die seit 1900 in die Schalbrucher Schule gingen, war eine Werktagsmesse eingerichtet worden.

Heilige Barbara

Im Jahre 1909 wurde die Kapelle mit einem Traufpflaster umgeben. Ausgeführt wurde es von dem Bauunternehmer Jean Cleven.

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung wurde die Kapelle zu klein. Im Jahre 1929 beschloß der Kirchenvorstand durch Verkauf von Kirchenland in Holland und einer Anleihe für einen Betrag von rund 5000 Reichsmark die kleine Kirche zu erweitern und zu restaurieren. Ausgeführt wurde das Bauvorhaben durch den Bauunternehmer Stephan Schmitz aus Schalbruch.
Im Zuge der Restaurierung wurden auch die Buntglasfenster eingesetzt, die allesamt gestiftet wurden.

Während der niederländischen Auftragsverwaltung von 1949 bis 1963 versah der niederländische Pfarrer Paulus Brouwers den regelmäßigen Gottesdienst an den Sonntagen und Werktagen. Er hat sich besonders für die Schalbrucher Vereine eingesetzt. 1960 wurde der aus dem Karmeliterkloster in Maria Hoop stammende Pater Paulus von Pfarrer Carl Struth entlassen. Danach übernahm der Karmeliterpater Johannes Wolters aus dem Kloster Merkelbeek den Gottesdienst in der Kapelle.

Der Kapellenverein Schalbruch fasste zielstreig den Bau einer neuen Kirche ins Auge. 1976 war die Kirche fertig und nach dem Auszug des Allerheiligsten und der Ausräumung des Inventars wurde die Pforte des alten Gotteshauses geschlossen.

Bis zum Jahre 1996 wurde vom Bistum nur die Substanz erhalten. Nun gelang es, einen Bistumszuschuss für die Innenrenovierung zu bekommen. Eine Gruppe handwerkserfahrener Männer unter Führung von Ludwig Huben machte sich jetzt an die Arbeit, um größtenteils in Eigenleistung die Erneuerung der Kapelle von Grund auf anzupacken.

Neueröffnung nach Renovierung Endlich konnte am 26. Oktober 2002 der zur Anbetung bestimmte, grunderneuerte und schlichte Raum im Rahmen einer Hl. Messe seiner Bestimmung übergeben ...

Und hier noch ein Link zu "Stiftung Forschungsstelle der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts". Hier findet man den Grundriss, die Aussen- und Innenansicht sowie Interessantes über die Bleiverglasung der Fenster.


(C) 2009-2017 Hans Mohren, Schalbruch