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Heimatort

Familienschicksale

Von jenseits des grossen Teiches ...

Über eine e-mail von jenseits des “großen Teiches”, aus Rochester im US-Staat Minnesota, freute sich Hans Mohren, Geschäftsführer der Schalbrucher Schützenbruderschaft. Die dort wohnende Edith Lueke bedankte sich “für die schönen Seiten über Schalbruch” im Internet. Den Namen dieses Ortes kenne sie seit ihrer Kindheit, denn ihr Großvater habe ihr erzählt, dass seine Mutter in Schalbruch geboren sei.

Freudige Überraschung

“Ich war mehr als freudig überrascht, als ich diese Botschaft entdeckte,” meinte Hans Mohren, der die Geschichte seiner Schalbrucher Bruderschaft, die der anderen Vereine des Ortes und auch die des Selfkants via online in die ganze Welt “verschickt” hatte.
Angefangen hatte er schon lange vor dem Schalbrucher Schützenfest im Jahr 1999. Die Stunden, die er für eine perfekte und akribisch genaue Präsentation vor seinem PC verbracht hatte, konnte er schon gar nicht mehr zählen. “Ich freue mich, dass so etwas im Zeitalter der modernen Kommunikation überhaupt möglich ist und ich unseren Heimatort in der ganzen Welt präsentieren kann ! Dass mich dann diese e-mail aus den Staaten erreicht, ist einfach super !”

1863 nach Amerika ausgewandert

Doch es blieb nicht bei dieser einen. Edit Lueke hatte in ihrem Familienkreis weiter nachgeforscht und teilte einige Wochen später interessante und aufschlussreiche Einzelheiten mit:
“Eine Anna Maria Meuwissen ist mit ihren Eltern und vier Geschwistern im Juli 1863 auf der “Wilhelmine” von Antwerpen aus nach Amerika ausgewandert. Sie war damals 23 Jahre alt und ihre Eltern hießen Hendrik und Johanna (geborene Stelten).” Edith Lueke hatte auch noch ein Bild von Hendrik (auch Johann Heinrich) und Johanna beigefügt.

In Cologne in Minnesota ...

Die Familie ließ sich in Cologne (in der Nähe von Minneapolis) in Minnesota nieder.
“Im Oktober 1863 gingen die Familie Ludwig und Elisabeth (geborene Peters) Rütten mit acht Kindern aus Hillensberg ebenfalls von Antwerpen aus nach Amerika. Franz Michael Hubert war damals 21 Jahre alt. Er war der älteste Sohn von Ludwig und seiner ersten Frau Maria Catharina Stassen.
Auch die Familie Rütten ließ sich in Cologne nieder und Franz heiratete bereits ein Jahr später die oben angeführte Anna Maria. Sie lebten bis 1871 in dieser Gegend, zogen dann weiter westlich, wo Ludwigs Bruder Peter Joseph eine Farm hatte. 1883 verschlug es Franz und Anna nach Dakota, wo sie eine
Farm gründeten, die heute meinem Vater gehört.
Franz hat auch Land für eine Kirche gestiftet. Dort sind er und seine Frau sowie meine Großeltern und meine Mutter begraben. Annas Eltern und Geschwister sind in Cologne geblieben. Ich habe auch Bilder von meinem Bruder Johann Heinrich Meuwissen, der Pate stand bei meinem Großvater John Henry Rutten. Johann Heinrich Meuwissen hatte zwei Ehen und 20 Kinder. Sein Bruder Jacob lebte auch in Cologne und hatte eine große Familie. Annas Schwester Gertrude heiratete einen Paul Mohrbacher. Die wohl jüngste Schwester (ich nenne sie die “letzte”) heiratete einen Herrn Rubbelke. Mein Vater sagte mir, dass der krumme Kamin in unserem alten Haus von Joseph Rubbelke gebaut worden war.

(C) 2009-2017 Hans Mohren, Schalbruch